Calima auf Gran Canaria

Wer schon einmal auf Gran Canaria war, hat vielleicht schon einmal beobachtet, dass sich der Himmel trüb und gelb färbte. Die Sonne dringt dann kaum noch durch und die Fernsicht reduziert sich beträchtlich. Ein weiterer Effekt ist, dass es sehr windstill und schwül wird. Dieses Klima-Phänomen nennt man „Calima“. Der Calima ist auf Grund der erhöhten Temperaturen und weil er viel Sand auf Auto- und Hausdächern hinterlässt, nicht sehr beliebt, aber schaut man einmal mit den Augen eines Künstlers, erinnert das Klimaschauspiel an schön anzusehende Monochrom-Fotos im Sepia-Ton. Und wer dann noch eine Kamera dabei hat, wird eine neue Insel entdecken…


Calima – was genau ist das? Und woher kommt er?

Calima, gelegentlich auch bezeichnet als Bruma seca (span. Trockener Nebel) oder Kalima, ist eine Wetterlage mit Ostwind auf den Kanarischen Inseln (Sandwind aus Afrika).

Von der Sahara kommt mit östlicher Strömung trockene, warme Luft und bringt oft feinen Sandstaub mit. Hochdruck über der Sahara erhöht die Temperatur und verringert die Luftfeuchtigkeit. Die Sicht ist dann leicht getrübt, die Niederschlagsneigung bei der geringen Feuchte aber sehr gering. Es kann im Flugverkehr zu Problemen kommen. Bei dem Staubgehalt der Luft ist das warme, trockene Wetter nicht angenehm und führt leicht zu Reizungen der Atmungsorgane.

Calima auf den KanarenCalimaeinbrüche können mitunter sehr heftig sein, so kann z. B. auf Teneriffa plötzlich ein starker Sturm einsetzen und die Luftmassen austauschen. Es kann auch in der Nacht zu starkem Temperaturanstieg kommen, während gleichzeitig die Luftfeuchte rapide absinkt. Es ist nicht außergewöhnlich, dass bei Calima alle im Freien abgestellten Autos, andere Gegenstände und die Straßen mit feinem ockerfarbenen Sandstaub bedeckt werden. Calimawetterlagen können mehrere Wochen andauern.

Die Calima in den Sommermonaten (Juni bis September) kann wegen der Kombination mit starkem Wind und heißer Luft starke Schäden an der Vegetation anrichten. In den Wintermonaten kommt sie ebenfalls vor, der Wind ist dann aber weniger heiß. Der Himmel wird diesig, die Aussicht in die Ferne nach und nach geringer.

Die Calima ist in Lagen bis 300 Meter über Normalnull akut. In höheren Lagen schwächt sich die Temperatur deutlich ab. Die Calima entsteht genau in der Sahelzone und treibt auch zahlreiche Schwalben wie ein Spielball durch die Lüfte vor sich her. Sie landen auf Fuerteventura, weil diese kanarische Insel am nächsten an ihrer 800 km entfernten Heimat ist, und sterben dort größtenteils an Entkräftung. Auf diese Weise betreibt der Calima eine natürliche Auslese.

Da der heiße Wüstenwind rasch auch jedes zunächst kontrolliert gezündete Feuer weiter vorantreibt und so außer Kontrolle geraten lässt, stellt das Abflämmen von Feldern bei Calima eine grob fahrlässige Brandstiftung dar. Quelle wikipedia.

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