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Die Dünen von maspalomas

„Fahre in die Welt hinaus. Sie ist fantastischer als jeder Traum.“

Die Dünen von Maspalomas - ein wahres Wunder der Natur

Das wohl bekannteste Aushängeschild von Gran Canaria sind zweifellos die Dünen! Über eine Länge von 6 Kilometer und eine Breite von 2 Kilometern erstreckt sich dieses riesige Sandareal zwischen Playa del Ingles und dem Leuchtturm von Maspalomas! Innerhalb von Europa gibt es nichts vergleichbares – zumindest nichts was die flächenmäßige Ausdehnung anbelangt. Die Dünen von Maspalomas sind ein beeindruckendes Erlebnis, was man noch oft erinnern wird. Viele Besucher aus allen Ländern sind begeistert von der einmaligen Wüstenlandschaft und kommen immer wieder.

Wie sind die Dünen von Maspalomas entstanden?

Über die Entstehung der Dünen gibt es zwei Theorien: Die eine besagt, dass die Dünen durch Erosion entstanden sind. Also dadurch dass Wind und Meeresbrandung die einstige Felsenküste zu feinem Sand zerrieben und anschließend durch Brandung und Gezeiten an Land gespült wurde. Da sowohl die Spitze der Insel als auch die Ostküste der Insel, vor allem im Sommer von sehr starken Passatwinden heimgesucht werden, wurde der Sand ins Richtung Landesinnere geweht, bis er schließlich auf ein Hindernis traf und sich zu einer Düne formte. So entstand eine Düne nach der anderen und die Landschaft wuchs bis zu ihrer heutigen Ausdehnung. Der Zeitraum der Entstehung schätzt man auf ca. 10.000 Jahre.

Sind die Dünen möglicherweise durch einen Tsunami entstanden?

Die andere Theorie über die Entstehung der Dünen ist etwas ungewöhnlicher und stellt die These auf, dass die Dünen im Jahr 1755 durch einen Tsunami entstanden sind, der sich als Folge eines Erdbebens in Portugal gebildet hatte und dann Unmengen von Sand an die Küste von Gran Canaria spülte. Entwickelt wurde diese These von Wissenschaftlern der Universität in Las Palmas.

Diese Geographen führten im Jahr 2008 eine Probebohrung von bis zu ca. 20 Meter Tiefe durch, die im Ergebnis in den untersuchten Sedimenten einen starken Bruch in der Zeitlinie sichtbar machte. Dieser Bruch ist nur dadurch zu erklären, dass die Dünen von Maspalomas erst zwischen 1720 und 1870 entstanden sind. Auch wenn diese Theorie nicht zu hundert Prozent bewiesen ist, erklärt Dr. Ignacio Alonso Bilbao (Meeresbiologe der Universität Las Palmas): „Das was wir wirklich klar haben ist, dass die Dünen schnell und vor „kurzer“ Zeit entstanden sind.“

Diese Theorie wird außerdem durch fehlende historische und kartografische Aufzeichnungen gestützt, da Menschen, die im 17. und 18. Jahrhundert die Insel betraten (wie z. B. Antonio Riviere 1742 und Miguel Hermosillia im Jahr 1785) zwar von dem See (Charco) von Maspalomas sprachen, aber ansonsten nichts von den Dünen erwähnten. Das erste Dokument, in dem die Dünen das erste Mal erwähnt wurden stammt aus dem Jahr 1857. Damit halten die Wissenschaftler es für sehr wahrscheinlich, dass die Dünen NICHT vor 1800 entstanden sind!

Die Experten fragten sich wie es möglich sein könne, dass diese riese Menge von Sand entstand ist. Eine der Erklärungen hält ein außergewöhnliches Ereignis für die Ursache, z. B. ein enormes Unwetter in diesem Bereich oder durch einen Tsunami. Dokumentiert ist, dass im Jahr 1755 nach einem Erdbeben in Lissabon ein Tsunami bildete (riesige Seewelle), von dem nicht nur Lissabon, sondern auch Cádiz betroffen war und dessen Auswirkungen bis nach Marokko und Gran Canaria reichten. Diese Meeresgewalt könnte diesen Teil der Insel überschwemmt und riesige Mengen vorgelagerten Sandes hinterlassen haben. Die scharfen Passatwinde im Sommer schufen dann bizarren Formationen, die noch heute zu bewundern sind. Welche Theorie nun wahrscheinlicher ist, darf jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, das was wir heute besichtigen können, ist ein wahres Wunder!

Beeindruckend und faszienierend zugleich - die Dünen von Maspalomas

Brackwassersee „El Charco“ mit Vogelschutzgebiet an den Dünen

Dieser kleine Binnensee speist sich durch Grund- und Meereswasser und durch Regen, und ist mittlerweile für zahlreiche Zug- und Nistvögel zum idealen Zwischenstopp oder auch Nistplatz geworden. An dem Laufweg zum Strand vom Maspalomas erläutern Hinweistafeln die vielen Tiere, die sich mittlerweile in diesem Naturreservat aufhalten.

Kamelreiten durch die Dünen

Wer keine Angst vor großen Tieren hat, der kann hinter dem „Charco“ eine Dünenreise auf dem Rücken eines Kameles buchen. Ca. 70 Kamele warten auf interessierte Touristen, denen die besondere Landschaft und das sanfte Wiegen der Wüstenschiffe für immer im Gedächtnis bleiben wird.

Schwimmen und FKK

Obwohl der Strand normalerweise unter ständiger Aufsicht ist, sollten Sie unbedingt auf die Beflaggung achten! Diese signalisiert Ihnen ob Sie sorglos baden können oder ob Sie besser nicht ins Wasser gehen. Insgesamt gibt es drei Flaggen: bei grün kann man unbesorgt schwimmen, bei gelber Beflaggung nur gute Schwimmer und mit Vorsicht und bei roter Beflaggung sollte man gar nicht ins Wasser!

Der FKK-Bereich befindet sich im mittleren Strandabschnitt zwischen dem Leuchtturm von Maspalomas und dem Strand von Playa del Inglés, und ist nicht zu übersehen.

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