Die Dünen von maspalomas

„Fahre in die Welt hinaus. Sie ist fantastischer als jeder Traum.“

Ray Bradbury

Die Dünen sind das wohl bekannteste Aushängeschild von Gran Canaria und innerhalb von Europa das flächenmäßig größte Naturschauspiel, wenn es um Dünen geht. Über eine Länge von 6 Kilometer und eine Breite von 2 Kilometern erstreckt sich dieses riesige Sandareal zwischen Playa del Ingles und dem Leuchtturm von Maspalomas. Viele nutzen diese Strecke bereits die ersten Stunden des Tages um sich fit zu halten, zu wandern oder zu joggen.

Wie sind die Dünen entstanden?

Über die Entstehung der Dünen gibt es mehrere Theorien. Die eine besagt, dass die Dünen durch Erosion (Zerstörung durch Wind und Meeresbrandung) der einstigen Felsenküste entstanden sind und durch zerkleinerte Muschelschalen, die durch die Brandung und die Gezeiten an Land gespült und dadurch zusätzlich aufgefüllt wurden. Da die sowohl die Spitze der Insel als auch die Ostküste der Insel, vor allem im Sommer von sehr starken Passatwinden heimgesucht wird, wurde der Sand ins Richtung Landesinnere geweht, bis er schließlich auf ein Hindernis traf und sich zu einer Düne formte. So entstand eine Düne nach der anderen, bis zu ihrer heutigen Ausdehnung. Der Zeitraum der Entstehung schätzt man auf ca. 10.000 Jahre.

Die andere Theorie ist etwas ungewöhnlicher und wurde von Wissenschaftlern der Universität von Las Palmas entwickelt. Diese Geographen führten im Jahr 2008 eine Probebohrung von bis zu ca. 20 Meter Tiefe durch, die im Ergebnis in den untersuchten Sedimenten einen starken Bruch in der Zeitlinie sichtbar machte. Dieser Bruch ist nur dadurch zu erklären, dass die Dünen von Maspalomas erst zwischen 1720 und 1870 entstanden sind. Auch wenn diese Theorie nicht zu hundert Prozent bewiesen ist, erklärt Dr. Ignacio Alonso Bilbao (Meeresbiologe der Universität Las Palmas): „Das was wir wirklich klar haben ist, dass die Dünen schnell und vor „kurzer“ Zeit entstanden sind.“ Diese Theorie wird außerdem durch fehlende historische und kartografische Aufzeichnungen gestützt, da Menschen, die im 17. und 18. Jahrhundert die Insel betraten (wie z. B. Antonio Riviere 1742 und Miguel Hermosillia im Jahr 1785) zwar von dem See (Charco) von Maspalomas sprachen, aber ansonsten nichts. Das erste Dokument, in dem die Dünen das erste Mal erwähnt wurden stammt aus dem Jahr 1857. Damit halten die Wissenschaftler es für sehr wahrscheinlich, dass die Dünen NICHT vor 1800 entstanden sind.

Beeindruckend und faszienierend zugleich - die Dünen von Maspalomas

Die Experten fragten sich jedoch wie es möglich sein könne, dass diese riese Menge von Sand entstand ist. Eine der Erklärungen hält ein außergewöhnliches Ereignis für die Ursache, z. B. ein enormes Unwetter in diesem Bereich oder durch einen Tsunami. So entstand im Jahr 1755 nach einem Erdbeben in Lissabon ein Tsunami, von dem nicht nur Lissabon, sondern auch Cádiz betroffen war und dessen Auswirkungen auch bis Marokko und Gran Canaria reichten. Diese Meeresgewalt könnte diesen Teil der Insel überschwemmt und riesige Mengen vorgelagerten Sandes hinterlassen haben. Die scharfen Passatwinde im Sommer schufen dann bizarren Formationen, die noch heute zu bewundern sind.

Brackwassersee „El Charco“ mit Vogelschutzgebiet an den Dünen

Dieser kleine Binnensee speist sich durch Grund- und Meereswasser und durch Regen, und ist mittlerweile für zahlreiche Zug- und Nistvögel zum idealen Zwischenstopp oder auch Nistplatz geworden. An dem Laufweg zum Strand vom Maspalomas erläutern Hinweistafeln die vielen Tiere, die sich mittlerweile in diesem Naturreservat aufhalten.

Kamelreiten durch die Dünen

Wer keine Angst vor großen Tieren hat, der kann hinter dem „Charco“ eine Dünenreise auf dem Rücken eines Kameles buchen. Ca. 70 Kamele warten auf interessierte Touristen, denen die besondere Landschaft und das sanfte Wiegen der Wüstenschiffe für immer im Gedächtnis bleiben wird.

Schwimmen und FKK

Obwohl der Strand normalerweise unter ständiger Aufsicht ist, sollten Sie unbedingt auf die Beflaggung achten, die Ihnen signalisiert ob Sie sorglos baden können oder ob Sie besser wegen starker Unterströmung nicht ins Wasser gehen. Insgesamt gibt es drei Flaggen: bei grün kann man unbesorgt schwimmen, bei gelber Beflaggung nur gute Schwimmer und mit Vorsicht und bei roter Beflaggung sollte man gar nicht ins Wasser! Der FKK-Bereich befindet sich im mittleren Strandabschnitt zwischen dem Leuchtturm von Maspalomas und dem Strand von Playa del Inglés, und ist nicht zu übersehen.

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